Ort - Gewittersturm zieht Schneise durch den Wald

Etwa 1000 Kubikmeter Holz gehen im Fortsamt Finsterbergen zu Bruch. Aufräumarbeiten haben begonnen

Bei einem Gewittersturm gingen im Raum Frankenhain etwa 1000 Kubikmeter Holz zu Bruch. Forstarbeiter räumen das Bruchholz auf. Foto: Forstamt Finsterbergen

Frankenhain. Unerwartete Arbeit hat ein Gewittersturm Forstleuten jetzt beschert. Dieser hat in der Nähe von Frankenhain am Sonntag, gegen 18 Uhr , eine etwa 30 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen. Forstamtsleiter Gerhard Struck beziffert den Schaden auf etwa 1000 Kubikmeter Holz.

 

"Die Hälfte ist gebrochen, die andere Hälfe ist umgeworfen worden", so Struck. Die angefallene Holzmengen indessen hält der Forstexperte für nicht gravierend. "Der Sturm hat hier nur lokal, dafür aber mit großer Wucht zugeschlagen". Derzeit sind die Waldarbeiter des Forstamtes Finsterbergen dabei, die schon beim Beräumen der Lütschestraße am Sonntagabend halfen, die Forstwege freizuschneiden und die gefährlichsten Bäume mit Hilfe eine einer Forstspezialmaschine zu beräumen. Äußerste Vorsicht ist bei der Arbeit im Windwurf angesagt, denn teilweise stehen die Bäume unter extremer Spannung. Der Forstamtsleiter meldet den Schaden am Montag beim Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum (FFK) in Gotha an. Hier wird versucht, mithilfe von Satelliten-Technologie eine neue Methode der Schaden-Schnellerfassung für Großschadereignisse wie etwa bei Kyrill zu erarbeiten. "Um die Grenzen dieser Methode zu erforschen, sind solche kleineren Ereignisse wie an der Lütsche für uns als Referenz gut geeignet", erläutert Herbert Sagischewski, Experte für Fernerkundung am FFK. Gemeinsam mit Gerald Struck legt man die Strategie im Umgang mit der Schadfläche fest: Zuerst werden die Wege beräumt, dann die angrenzenden Weideflächen. Frühestens in etwa zwei Wochen wird mit der Aufarbeitung der Sturmschäden im Bestand begonnen. "Diese Zeit brauchen wir, um genügend geeignete Satellitenbilder zu bekommen", sagt Sagischewski. "Bis zur vollständigen Aufarbeitung der Sturmschäden sperren wir die Flächen ab", sagt Struck zum Abschluss und bittet dringend alle Waldbesucher mit Rücksicht auf die eigene Gesundheit, die Sperrung zu respektieren.

Klaus-Dieter Simmen / 01.09.16 / TA
- 01.09.2016 11:25:00