Umliegendes - Seit Mittwoch schwimmen wieder große Fische im Lütsche-Stausee

Frankenhain (Ilm-Kreis). Mitglieder vom Frankenhainer Angelsportverein haben Bachforellen und Karpfen eingesetzt.

Auch die Angelfreunde Hans-Joachim Möller (rechts) und Fritz Motz haben am Mittwoch in den Lütschestausee diese prächtigen Schuppen- und Spielkarpfen eingesetzt. Foto: Hans-Peter Stadermann

Lütschetalsperre eingesetzt. Am Nachmittag standen die Behälter mit den Fischen und viele Helfer des Angelsportverein Frankenhain bereit. Ein wenig schmunzeln mussten sie schon: Wie beim Abfischen Ende November spielte das Wetter mal wieder nicht mit.

Ende 2015 wurden 66 000 Plötzen abgefischt, erinnerte André Zorn, der 1. Vorsitzender des 50 Mitglieder starken Angelsportvereins Frankenhain. „Es werden auch keine neuen mehr eingesetzt“, verwies er darauf, dass sie zu viel Appetit haben. Nach dem großen Abfischen wurde das Wasser der Lütsche abgelassen, um die Staumauer untersuchen zu können. Nun ist die Lütsche wieder gut gefüllt und bekommt neuen Zuwachs.

 

Am Mittwoch wurden hauptsächlich fangfähige Bachforellen und Karpfen eingesetzt. Die Bachforellen sind Erstbesatz und wurden von Torsten Schmidt aus Untermaßfeld geliefert. Dort hat er eine Fischzucht, welche unter anderem die nun in die Lütsche eingesetzten Bachforellen hervorbrachte . Die jeweils etwa zwei Kilo schweren Karpfen kamen aus Ilmenau. Fischwirtschaftsmeister und Gründer der Fischzucht Beauty Carps Christian Steinbuch brachte die drei bis vier Jahre alten Karpfen gesichert in ihr neues Zuhause. Darunter waren auch die besonderen Streuschupper, die das Unternehmen als eins der wenigen züchtet. Insgesamt wurden rund eine halbe Tonne fangfähige Fische eingesetzt. Später sollen noch jüngere Fische folgen. „Schleien kommen erst später, wahrscheinlich im Herbst rein“, so Vorsitzender Zorn. Weiterhin gibt er den Ausblick, dass keine Hechte eingesetzt werden, da diese die Forellen auffressen würden. Die Kosten trägt der Angelsportverein Frankenhain laut Zorn selbst. Allein die technische Sicherstellung des Abfischens im letzten Jahr habe 10 000 Euro gekostet. Das Angeln an der Lütsche mit Erlaubnisschein beginnt in dieser Jahr nicht wie gewohnt am 1. April, sondern am 1. Mai. Zorn begründet diese Verspätung damit, das Zeit für die Planung nach dem Abfischen im letzten Jahr benötigt wurde. Außerdem soll den Fischen eine sechswöchige Eingewöhnungszeit gewährt werden. Es wird wieder wie gewohnt Tages-, Saison-, Wochen- und Nachtangelkarten geben. Besonders letztere seien zu empfehlen, wenn man effektiv Karpfen und Zander angeln will. In drei bis fünf Jahren, einen genauen Zeitpunkt gibt es laut André Zorn noch nicht, wird das nächste Mal der Stausee abgefischt. Dann stehen nämlich die Sanierungsarbeiten an der Staumauer auf dem Plan.

Robin Meyer / 25.03.16 / TA
- 25.03.2016 11:54:00